Baker Beach, Golden Gate Bridge, Thanksgiving, Black Friday, and more.
Jeses, ist das jetzt schonwieder eine halbe Ewigkeit her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe. Dafür erstmal ein herzliches Entschuldigung, aber irgendwie habe ich zur Zeit nach wie vor nicht richtig Lust meine Erlebnisse nieder zu schreiben. Nicht, dass es nicht genug zu erzählen gäbe, aber irgendwie verschwende ich meine Zeit vor dem Rechner gerade eher damit ein geeignetes Thema für meine anstehende Bachelor-Thesis zu finden. Und ganz ehrlich, viel zu oft lasse ich mich bei meiner Recherche von unwichtigen Dingen ablenken. Damn you Internet!
Was ich jedenfalls vor über einer Woche berichten wollte war, dass ich glücklicherweise so ziemlich den letzten Sonnenschein erwischt habe um mich noch ein, möglicherweise, letztes Mal auf den Weg zur Golden Gate Bridge gemacht habe um nochmal ein paar nette Bilder zu schiessen. Die Bilder habe ich natürlich direkt auf meinen Picasa Accoutn hochgeladen. Das “Besondere” daran ist, dass ich diesmal auf der anderen Seite der Brücke war, d.h. nicht auf der Touristenseite, sondern auf der Seite des Baker Beach’s. Von hier hat man einen echt sehr schönen Ausblick auf die Brücke und kann auch ein paar nette Felsen sehen die die Brücke schön hervorheben.
Thanksgiving stand dann auch letztens an, dass hier nach Weihnachten so der zweitgrösste Feiertag ist, zumindest gefühlt. Freundlicherweise wurden wir armen, verzweifelten Austausstudenten von einer Amerikanerin eingeladen und verbrachten mit ihr ein sehr familiäres und amerikanisches Thanksgiving-Fest. Ich muss sagen die Amerikaner wissen schon was gutes Essen ist - zumindest zu den Feiertagen. Truthan mit Gravy, das ist die Sauce aus den Bratresten usw., gestampften Kartoffeln, süßen Kartoffeln, Kartoffelbrei mit Linsen und anderem Gedöns. Alles mögliche gabs da dazu. War echt lecker. Danke auch nochmal an dieser Stelle für die Gastfreundschaft und die Einladung.
Dazu auch noch eine andere Anmerkung: die Amerikaner sind irgendwie schon ein seltsames Volk. Da kennen sie dich quasi nur wenige Tage oder vllt. Wochen und schon laden sie dich zu ihren Familienfesten ein. So wurde ich z.B. auch zu einem Familien-Thanksgiving eingeladen und ein paar andere Austausstudenten haben Einladungen von amerikanischen Studenten erhalten um mit ihnen und ihren Familien Weihnachten zu verbringen. Ich muss echt sagen, das überrascht mich dann doch etwas, dass die so gastfreundlich sind. Das muss man sich mal in Deutschland vorstellen. Unmöglich, glaube ich.
Am darauffolgenden Freitag dann, Thanksgiving war Donnerstags, stand dann der sog. Black Friday an. Das ist quasi DER Shopping-Tag hier in den Staaten. Quasi alle Shops haben extreme Sales und geben dir 50%, 70% und manchmal auch mehr. Und das nicht nur auf irgendwelche Billigprodukte, nein, auch auf teure Uhren usw. Leider hat sich das für mich nicht gelohnt, das einzige T-Shirt das ich mir gekauft habe war noch nicht mal heruntergesetzt. Andere Leute die ich hier kenne haben sich gleich mal zehn Levi’s Jeans gekauft, teilweise für gerade mal 10 US-Dollar. Das muss man sich mal vorstellen. Und das ist wie gesagt keine B-Ware, das ist ganz normale Laden-Ware wie man sie dort auch sonst jeden Tag kaufen kann. Krass, wa? Leider habe ich trotzdem nichts schönes gefunden und bin mit nur einem T-Shirt nach Hause gefahren. Macht nix. Auch wenn ich mir doch etwas mehr erhofft hatte nachdem alle so davon geschwärmt hatten. Blöd nur, dass Abercrombie & Fitch und auch American Eagle da nicht mitmachen, bei denen kostet trotzdem alles den selben Preis. Grml.
Was ist seitdem so alles passiert? Gute Frage eigentlich, hier passiert jeden Tag so viel, dass ich mich echt schon teilweise nicht mehr an die Sachen erinnern kann die vor zwei oder drei Tagen passiert sind. Hm, Alzheimer? Maybe, baby.
Nee, mal im Ernst. Die letzten Tage musste ich echt einiges für die Uni tun, nicht wirklich lernen, aber jede Menge Ausarbeitungen, Präsentationen und anderen Quatsch. Jetzt ist jedoch alles geschafft, alle Präsentationen gehalten, alle Ausarbeitungen und Hausaufgaben abgegeben. Was jetzt? Nächste Woche dann noch zwei Klausuren oder Final Exams und dann wars das auch schonwieder. Auslandssemester zu Ende. Und was dann? Keine Ahnung, immernoch.
Momentan wäge ich ab meinen Flug, der am 1. Februar 2010 von New York aus gen Frankfurt geht um zwei Wochen zu verschieben, d.h. auf Mitte Januar. So langsam geht mir das Geld aus und eigentlich weiß ich auch nciht so richtig was mit meiner Zeit hier anzufangen. Natürlich gibt es mehr als genug Dinge zu sehen, Tatsache ist jedoch auch, dass die allermeisten Studenten bereits vor Weihnachten wieder nach Hause fliegen. Gerne würde ich noch Hawaii und Florida besuchen. Besonders würden mich Miami und Key West interessieren. Natürlich auch Chicago, Washington D.C., Philadelphia und New York ja sowieso. Aber was tun? Alleine werde ich das auf keinen Fall machen, das ist nicht mein Ding, das habe ich auch schon die ersten zwei Wochen in San Francisco im Hostel gemerkt.
Naja, mal sehen was sich noch so die nächsten zwei Wochen hier entwickelt. Mit den Pint Nights ist es jetzt leider schon vorbei, gestern Abend fand die letztes dieses Semesters in der Dragonbar statt. So sad. Damit sage ich auch malwieder auf Wiedersehen und bis demnächst. Ich versuche mich jetzt malwieder etwas häufiger zu melden. Schau mer ma. :P
Adieu