Yosemite National Park und Zeugs
So, da bin ich dann auch malwieder. Toll toll toll. Sorry, dass ich nun so lange nichts mehr hier niedergeschrieben habe, aber irgendwie hatte ich dazu in letzter Zeit weder Lust noch Zeit. Jetzt ist es aber malwieder so weit und ich möchte ein paar Dinge berichten. Ach und wer sich darüber wundert, dass ich wieder in deutsch schreibe: kein Bock gerade in englisch zu schreiben. Blöd blöd blöd.
Wo fange ich denn am besten an zu erzählen? Ist irgendwie garnicht so einfach. Ehrlich gesagt fällt mir gerade nicht ein was vor zwei Wochen hier so passiert ist. Aaaah, doch. Vor zwei Wochen war in Oakland, genauer in der Oracle Arena, und habe mein erstes NBA-Spiel live gesehen. NBA, das ist die National Basketball Association, das ist die amerikanische “Basketball Bundesliga”, für all diejenigen die es noch nicht wussten. Das Team hier aus Oakland heisst “Golden State Warriors” und leider sind die ziemlich schlecht und meistens am unteren Ende der Tabelle angesiedelt. Macht aber nichts, denn das Team gegen das sie gespielt haben, die Minnesota Timberwolves, sind diese Saison fast noch schlechter und deshalb gewann “mein / unser” Team, die Warriros, sogar mit 146 zu 105. Tickets für $12: das ist ganz nett. Krass, wenn man dann bedenkt, dass Nacho Chips mit nem Käse-Dip dann $7 oder $8 kosten. Naja.
Das nächste nennenswerte Event wäre dann, wie jeden Donnerstag, die Pint Night, diesmal in einem Irish Pub, wobei das nicht mit einem echten Irish Pub in Deutschland vergleichbar ist. Die Pubs hier sind eigentlich mehr oder weniger ganz normale Bars. Jedoch leben die Pint Nights hier nicht von den Locations sondern von den Leuten mit denen man dort ist. Für mich gabs daher soweit noch keine schlechten Pint Nights. Immer sehr witzig.
Freitag dann: keine Ahnung was ich da getrieben habe, Samstag: Game Day! Nicht, dass mich der amerikanische Sport hier mitreisen würde oder die Sportarten sonderlich interessant oder spannend wären, aber mitgemacht muss man dass ja schließlich alles mal, oder? Jedenfalls war ich Samstag vor einer Woche dann bei einem Spiel der College-Mannschaft der UC Berkeley, das ist eine der Elite-Uni’s hier, wenn man so will. Das Team heißt CAL Bears und der Sport nennt sich American Football. So etwas langweiliges habe ich, neben Baseball, glaube ich noch nie gesehen. Gott (oder von mir aus auch jemand anders) sei dank, dass die im Stadion nicht bei jeder winzigen Unterbrechung Werbepausen wie im Fernsehen reinhauen können. Ach und wer jetzt meint ich fände den Sport langweilig weil ich die Regeln nicht kennen würde: Fehlanzeige. Ich bekam professionelle Regelkunde-Nachhilfe von Amerikanern. Also: Pst.
Kurzer Zwischeneinwurf (Ha, wie passend zum Sport!): I fucking love Chipotle! Zur Erklärung: was für uns Deutsche der Döner oder der Yufka ist ist für die Amerikanier der Burrito oder der Taco. Fastfood im Teigmantel. Ich muss allerdings gestehen, die Dinger sind verdammt gut. Chipotle ist eine recht junge Fastfood-Kette, allerdings nutzen die bessere Zutaten und das ganze ist echt lecker. Wer sich jetzt fragt was ein Burrito ist hier die Antwort: ein Burrito besteht zunächst mal aus einem Teigmantel der dem vom Yufka ähnelt, rein kommt dann Reis, Bohnen, meistens Chicken, Tomaten und Zwiebeln, Käse, auf Wunsch scharfe Sauce und das wars dann auch schon. Ich nehme meistens noch ein bisschen Guacamole dazu. Perfekt. Sowas möchte ich auch in Deutschland haben. Bitte, danke, tschüss.
Was ist sonst noch so passiert? Ein paar Klausuren und Ausarbeitungen, mehr Bars, Clubs und (Haus-)Partys. Alles bestens. Die Noten stimmen soweit auch. In einer meiner Vorlesungen bin ich momentan sogar Klassenbester, hätte ich vorher auch nicht geglaubt. Läuft. Jetzt haben wir gerade eine Woche Ferien wegen Thanksgiving am Donnerstag und für Dienstag nach den Ferien muss ich noch ziemlich viel Kram ausarbeiten, aber das wird schon werden. Schätze ich. :P
Vorhin bin ich von meinem Zwei-Tages-Tripp in den Yosemite National Park zurückgekehrt. Wirklich beeindruckend dieser Park. So extrem riesige Felsen habe ich glaube ich so noch nicht gesehen. Die Bilder vom Tripp habe ich auch bereits schon in meinen Picasa-Account geladen. Erstaunlicherweise hatten wir perfektes Wetter wo es in manchen Teilen des Parks schon schneit und morgens jede Menge Reif auf den Pflanzen zu sehen und es schweinekalt ist. Da es hier bereits um fünf Uhr nachmittags total dunkel ist und besonders im National Park wo es keine Straßenbeleuchtung oder sowas gibt wählten wir “nur” die zweitlängste Wanderstrecke hier. Keine Ahnung wie viele Höhenmeter, ich weiß nur, dass es es 11,7 km waren, wir knapp acht Stunden gebraucht haben und der Ausblick gigantisch war. Wie gesagt: Bilder sind bereits hochgeladen.
Was sonst noch? In einem kleinen Badezimmer-Jacuzzi haben locker drei oder auch vier Personen Platz. Schon geil wenn man sowas auf dem Hotel-Zimmer hat. Leider tuen mir jetzt nach dem wandern meine Füße und die Waden weh, aber das wars glaube ich schon Wert. Immerhin geht die Zeit hier in San Francisco jetzt ganz schnell ihrem Ende entgegen. Viel zu schnell. Gerade jetzt wos spannend wird und mal die ganzen Leute immer besser kennenlernt. Damn it.
Naja, morgen soll es hier wieder 20 Grad und super sonnig werden, sollte dem so sein werde ich mir nochmal den Strand hier und die Golden Gate Bridge in Angriff nehmen und nochmal einen Besuch abstatten bevor dann am Donnerstag Thanksgiving ansteht und ich mein erstes Mal einen echten (genmanipulierten) Turkey probieren kann / darf. Yippieh.
Mehr fällt mir gerade nicht ein und überhaupt bin ich auch viel zu müde um noch mehr zu schreiben. Gute Nacht und viele Grüße aus San Francisco. :)
P.S.: Witzig, vorhin noch geschrieben, dass die Golden State Warriors nicht sooo gut sind, da gewinnen die doch plötzlich gegen die Dallas Mavericks. Das ist das Team von Dirk Nowitzki. Hätten die Mavericks gewonnen wären sie wohl erster oder zweiter der Western Conference gewesen. Sachen gibts.